Situation

Ein Tragwerksplaner kommt mit dem rechnerischen Stoßnachweis nicht zum Ergebnis und überlegt, ob er den Nachweis durch Pendelschlagversuch im Labor oder direkt auf der Baustelle führen lässt.

Knackpunkt

Der Pendelschlagversuch nach DIN 18008-4 ist eine vollwertige Nachweisalternative — er ist aber teurer und braucht Vorbereitung, lohnt sich also nur bei wiederkehrenden Typen oder schwierigen Konstellationen.

Risiko bei Fehlentscheidung

Pendelschlag im Labor durchgeführt, aber Baustellen-Befestigung weicht ab (anderes Mauerwerk, andere Achsabstände) — die Versuchsaussage greift nicht für den realen Einbau.

Lösungsrichtung

Die drei Nachweispfade für absturzsichernde Fenster sind gleichwertig: (1) rechnerisch ETB-Last 2,8 kN, (2) Mehrfachbefestigung mit Faktor (1/0,6), (3) Pendelschlagversuch nach DIN 18008-4 — im Labor (standardisiert) oder auf der Baustelle (1:1 mit echten Einbaubedingungen). Der Pendelschlag ist die teuerste, aber konservativste Methode und bietet sich an, wenn (a) der rechnerische Nachweis knapp scheitert, (b) das Produkt häufig genutzt wird oder (c) der Verankerungsgrund nicht durch Standardberechnung erfasst wird. Wer im Labor prüft und am Bau abweicht (anderes Mauerwerk, andere Abstände), hat keine Versuchsaussage. Welche drei Praxisbeispiele die Quelle vorstellt — Direktbefestiger, Fenstermontageschiene, Glasgeländer auf Blendrahmen — illustriert sie mit vollständigem Nachweispfad.

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