Situation
Ein Tragwerksplaner muss zwischen Kunststoff-Rahmendübel und Metall-Injektionsanker entscheiden — und versteht die Tragfähigkeits- und Anwendungsunterschiede nicht klar.
Lösungsrichtung
Die Kategorisierung: Kunststoffdübel wirken reib- und formschlüssig (Verspreizung in der Bohrlochwand), sind reinigungstoleranter (Ausblasen reicht meist), aber begrenzt in der Tragfähigkeit und meist nur für Mehrfachbefestigung nichttragender Systeme zugelassen. Metall-Injektionsanker arbeiten stoffschlüssig (Mörtel verklebt Ankerstange mit Bohrlochwand und füllt Hohlräume), haben höhere Tragfähigkeiten und können Einzelbefestiger-Zulassung haben — verlangen aber aufwendigere Bohrlochreinigung (mehrstufig ausblasen + bürsten). Welcher Dübel: Kunststoff für Fassadenlattung, Holzunterkonstruktion, Mehrfachbefestigung. Injektionsanker für Geländer, Markise, Fluchttreppe, Vordach, sicherheitsrelevante Einzelbefestigungen. Welche Produktfamilien auf dem Markt sind und wie ihre Eignung für die fünf Mauerwerksklassen aussieht, fasst die Quelle zusammen.