Situation

Ein Planer oder Bauherr muss bei einem Wohngebäude oder Gewerbeobjekt entscheiden, welche Widerstandsklasse für Fenster und Türen erforderlich ist — und welches Täterprofil damit abgedeckt wird.

Knackpunkt

Die RC-Klassen sind durch konkrete Täterszenarien definiert (Vandalismus, Gelegenheitstäter, erfahrener Täter mit Elektrowerkzeug) — falsche Klassenwahl liefert entweder unzureichende oder unnötig teure Sicherung.

Risiko bei Fehlentscheidung

Unterdimensionierung schützt nicht vor dem realen Täterprofil; Überdimensionierung erhöht Kosten ohne Nutzen.

Lösungsrichtung

Die RC-Klassen folgen Tätertypen, nicht Lasten: RC 1 nur Vandalismus (Tritt, Schulter, kein Werkzeugschutz); RC 2 = Gelegenheitstäter mit Schraubendreher und Zange, 3 Minuten Widerstand; RC 3 = Täter mit zweitem Schraubendreher und Kuhfuß, 5 Minuten; RC 4 zusätzlich mit Elektrowerkzeug, 10 Minuten; RC 5/6 bis 15 bzw. 20 Minuten gegen den erfahrenen Täter mit Profi-Werkzeug. Polizei und VdS empfehlen für Wohnnutzung mindestens RC 2, im Erdgeschoss und an leicht erreichbaren Fenstern RC 3. Klasse zu niedrig — Einbruch gelingt; zu hoch — Mehrkosten ohne Nutzen, weil das schwächste Bauteil (z.B. Hintertür, Lichtschacht) das Sicherheitsniveau bestimmt. Welche Klasse zu welcher Nutzung passt, charakterisiert die Quelle in einer Übersicht mit Werkzeug- und Widerstandszeiten je Klasse.

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