Situation

Ein Tragwerksplaner muss bei einem exponierten Fenster (Hochhaus-Ecklage, Küstenregion) die maßgebende Windlast pro Befestiger ermitteln und die Lastverteilung auf umlaufende oder seitliche Befestigung legen.

Knackpunkt

Windlasten sind richtungs- und positionsabhängig; die Verteilung auf einzelne Befestiger hängt von Achsabständen und Befestigungsschema ab.

Risiko bei Fehlentscheidung

Unterschätzung der Windlast führt zu Versagen unter Sturmlast — sicherheitskritisch bei großen Fensterflächen und Sonderfall 2.

Lösungsrichtung

Maßgebend für die Befestigerbemessung ist Windsog (außen abreißend), und der ist im Eckbereich des Gebäudes deutlich stärker als in der Wandmitte — der aerodynamische Beiwert steigt nach Eurocode mit Faktor mehrere mal an, abhängig von Gebäudegeometrie und Windzone. Vertikale Lasten gehen über Tragklötze in die Schwelle, horizontale Lasten (Wind, horizontale Nutzlast) gehen über die Befestiger ringsum oder seitlich in den Verankerungsgrund; bei rein seitlicher Befestigung trägt jeder Punkt die volle Höhenkraft, was Achsabstände kritisch macht. Unterschätzung der Eckwirbel führt zu Versagen unter Sturmlast bei großflächigen Eck- oder Hochhausfenstern. Wie die Windlast nach DIN EN 1991-1-4 und DIN 18055 ermittelt und auf die Befestiger verteilt wird, illustriert die Quelle an Lastbildern und einem Rechenbeispiel.

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