Situation

Ein Planer oder Sachverständiger muss für ein bodentiefes Fenster die Stoßfestigkeit gegen Personenanprall einordnen — entweder rechnerisch oder über den Pendelschlagversuch.

Knackpunkt

Der Pendelschlagversuch und der rechnerische Nachweis liefern unterschiedliche Aussagen — und nicht jedes Fenster ist nach DIN EN 13049 klassifiziert.

Risiko bei Fehlentscheidung

Personenanprall führt zu Glasbruch und Absturz — bei Festverglasungen unterhalb der Holmhöhe sicherheitskritisch.

Lösungsrichtung

DIN EN 13049 prüft die Stoßeinwirkung (weicher und schwerer Pendelkörper) auf das Fensterelement als Ganzes — der Versuch klassifiziert in Höhen-Klassen, aus denen sich die zulässige Brüstungssituation ableitet. Wer eine bodentiefe Verglasung nur über die normale Glasstatik nach DIN 18008-2 auslegt, ohne den dynamischen Stoßlastnachweis nach DIN 18008-4 (siehe ETB-Richtlinie), erfüllt nicht das volle Schutzziel "absturzsichernd". Welche Befestiger und Glassysteme den Pendelschlagversuch im Mauerwerk bestanden haben und wo die operativen Bemessungswerte (kN-Stoßlast, Pendelmasse) zu finden sind, arbeitet die Quelle im Verbund mit den Verweisen auf die Sonderdrucke 2020 und 2024 durch.

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